Allgemein

WMF 5 im Vergleich

WMF 5 im Test 04 1701 0011Die Kaffeemühle WMF 5 bietet zum relativ kleinen Preis die vollautomatische Herstellung frisch gemahlenen Kaffeepulvers, inklusive stufenlos justierbarer Mahlgradeinstellung. 250 g Bohnen passen in den Mahlgutbehälter, ein Scheibenmahlwerk aus Stahl verarbeitet diese auch zu feinem Espressopulver. Kann die Kaffeemühle sich im Test behaupten?

Verpackung und Lieferumfang
Die Kaffeemühle WMF 5 ist in einem handelsüblichen Karton verpackt. Sie besteht aus einem schwarzen Korpus und einem abnehmbaren Behälter für das hergestellte Kaffeepulver. Auch der Mahlgutbehälter lässt sich herausnehmen. Weiteres Zubehör liegt nicht bei.

Verarbeitung und Design
Die schmale Maschine in dezentem Schwarz besitzt ein durchaus gelungenes Design. Etwas mehr Metall- und weniger Kunststoffteile würden der Mühle guttun: Sie liegt doch etwas leicht in der Hand und macht deshalb keinen so stabilen Eindruck wie einige Geräte in ähnlicher Preisklasse.

Ausstattung und Funktionen
Der Bohnenbehälter verschwindet im schwarzen Korpus, er fasst 250 g Bohnen. Die Mahlgutmenge reicht aus, um eine kleine Kaffeetafel zu versorgen. Der Mahlgutbehälter im unteren Bereich besteht aus transparentem Kunststoff und lässt sich zur Entleerung und Reinigung entnehmen. Die drei Regelschalter finden wir übersichtlich auf der Seite der Kaffeemühle angeordnet: ein Startknopf, ein Drehregler zur automatischen Portionierung und ein Drehrädchen zur Justierung des Mahlgrads.

Wir können mit dieser Maschine 2 bis 10 Portionen Kaffee, oder bis zu 6 Portionen Espresso mahlen: Diese Informationen entnehmen wir der Skala des entsprechenden Drehreglers. Nach Beendigung des jedes Mahlvorgangs stellt sich die Maschine automatisch ab. Interessant finden wir, dass sich der Mahlgrad unserer Bohnen ganz stufenlos regeln lässt. Wir sind gespannt, ob das in der Praxis einen
Vorteil bringt!

Das Scheibenmahlwerk im Inneren der Kaffeemühle besteht aus Stahl, es mahlt laut Herstellerangaben sowohl in Kaffee- als auch in Espressoqualität. Unsere Finger können dort gar nicht erst hineingeraten: Die Sicherheitsfunktion sorgt dafür, dass sich der Mahlvorgang nur starten lässt, wenn der Mahlgutbehälter an seinem Platz sitzt. Mit 120 Watt besitzt der eingebaute Motor eine gute Leistungskraft.

Handhabung und Komfort
Wir bereiteten gleich nach dem Aufstellen und ersten Säubern der Maschine mehrere Sorten Kaffee in unterschiedlichen Mahlgraden zu. Bei vollem Bohnenbehälter rutschte während des Mahlvorgangs das Mahlgut manchmal nicht richtig nach, sodass wir die Kaffeemühle leicht schütteln mussten. Damit geriet die Portionierung zeitweise etwas durcheinander.

Insgesamt benötigten wir einige Zeit, bis wir den passenden Mahlgrad für unsere Kaffeesorten gefunden hatten – und fanden dafür die stufenlose Einstellung wirklich hilfreich. Allerdings war es aufgrund der fehlenden Skala schwierig, eine alte Justierung im späteren Verlauf wiederzufinden: Hier hilft nur das Kennzeichnen mit dem Markierstift.

Ob der kleine Plastikpin, der zum Einrasten des Auffangbehälters dient, einer längeren Belastung standhält, scheint uns fraglich. In unserem Test hielt er allerdings gut durch, obwohl die Konstruktion manchmal etwas klemmte.

Lautstärke
Diese Maschine arbeitet ziemlich laut. Besonders dann, wenn es im Inneren zu einem Bohnenstau kommt, erklingen hin und wieder schrille Töne, die unsere Unterhaltung am Tisch störten.

Qualität des Endproduktes
Der frisch gemahlene und aufgebrühte Kaffee hat uns vorbehaltlos geschmeckt. Das Kaffeepulver aus der Kaffeemühle WMF 5 weist eine gleichmäßige Konsistenz auf, sodass es für alle Zwecke gut verwendbar ist. Wem die Crema des Espressos im feinsten Mahlgrad nicht reicht, der schickt das Pulver einfach ein zweites Mal durch die Maschine, und: Voilà! Der Espresso zergeht auf der Zunge.

Reinigung
Beide Behälter lassen sich zur Reinigung entnehmen. Zwischen den einzelnen Mahldurchgängen haben wir sie kurz mit dem Backpinsel durchgefegt, am Ende konnten wir alles ganz leicht feucht reinigen.

Vorteile
+ vollautomatische Kaffeemühle zum mittleren Preis
+ automatischer Portionierer mit Timer, auch für Espresso
+ stufenlose Mahlgradeinstellung
+ Sicherheitsfunktion: Gerät mahlt nur bei eingesetztem Bohnenbehälter
+ schmales Design, dezente Farbgebung
+ einfache Reinigung

Nachteile:
– relativ laut
– Korpus könnte hochwertiger sein
– Pin zum Einrasten des Auffangbehälters scheint bruchgefährdet

Fazit
Die Kaffeemühle WMF 5 04 1701 0011 hat zwar ihre kleinen Schwächen, doch erledigt sie im Alltagstest genau das, was sie soll: Kaffeebohnen zügig und gleichmäßig mahlen. Für eine Maschine mit Mahlgrad- und Portionseinstellung ist sie relativ günstig zu haben, darum legen wir keinen so starken Akzent auf die etwas lautere Geräuschkulisse und das leichte Kunststoffgehäuse. Die Qualität des frisch gemahlenen Kaffeepulvers hat uns überzeugt, die stufenlose Mahlgradeinstellung ließ uns viel Raum zum Ausprobieren. Auch der Espresso ist gut gelungen! Wer weit weniger als 100 Euro für seine vollautomatische Kaffeemühle ausgeben möchte, ist mit diesem Gerät gut beraten: Wir geben 4 von 5 Punkten.

Ähnliche Beiträge